Ihr gutes Recht bei Asthma

Menschen mit Asthma leben häufig mit Einschränkungen, die sich sowohl beruflich als auch privat auswirken können. Mit diesen Einschränkungen werden Sie aber nicht alleine gelassen. Der Staat unterstützt Sie mit verschiedenen Hilfen und Leistungen im Rahmen des Schwerbehindertenrechtes. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, finden Sie hier die wichtigsten Informationen darüber, was Ihnen zusteht und wo Sie Ihre Rechte einfordern können.

Grad der Behinderung

Damit Sie Ihre Rechte optimal nutzen können, kann es sinnvoll sein, zunächst den Grad der Behinderung (GdB) feststellen zu lassen. Den GdB bestimmt das Versorgungsamt oder die nach Landesrecht zuständige Behörde. Der GdB wird in Zehnerschritten von 10 bis 100 bemessen.

Sollten Sie an Bronchialasthma ohne dauernde Einschränkung der Lungenfunktion leiden, können Sie sich an der folgenden Tabelle orientieren, welcher Grad auf Sie zutrifft:

Hyperreagibiltät mit seltenen (saisonalen) und/oder leichten Anfällen0–20
Hyperrreagibilität mit häufigen (mehrmals pro Monat und/oder schweren Anfällen)30–40
Hyperreagibilität mit Serien schwerer Anfälle50


Achtung: Gilt nicht bei Berufserkrankungen!

Sollte es allerdings der Fall sein, dass die Lungenfunktion ihrer Atmungsorgane dauerhaft eingeschränkt ist, gelten für Sie folgende Richtlinien zur Bestimmung des Grades:

Bei dauerhafter Einschränkung der Atmungsorgane
Geringen Grades: Das gewöhnliche Maß übersteigende Atemnot bei mittelschwerer Belastung (z. B. forsches Gehen bei 5 bis 6 km/h, mittelschwere körperliche Arbeit); statische und dynamische Messwerte der Lungenfunktionsprüfung bis zu 1/3 niedriger als die Sollwerte, Blutgaswerte im Normbereich.20–40
Mittleren Grades: Das gewöhnliche Maß übersteigende Atemnot bereits bei alltäglicher leichter Belastung (z. B. Spazierengehen bei 3 bis 4 km/h, Treppensteigen bis zu einem Stockwerk, leichte körperliche Arbeit); statische und dynamische Messwerte der Lungenfunktionsprüfung bis zu 2/3 niedriger als die Sollwerte, respiratorische Partialinsuffizienz.50–70
Schweren Grades: Atemnot bereits bei leichtester Belastung oder in Ruhe; statische und dynamische Messwerte der Lungenfunktionsprüfung um mehr als 2/3 niedriger als die Sollwerte, respiratorische Globalinsuffizienz.80–100